Sexualität


Die Geschichte

Über die weibliche Sexualität ist schon sehr viel Unsinn erzählt worden.
Tatsächlich basierte der europäische Umgang mit der Sexualität der Frau viele Jahrhunderte lang auf der Gegenüberstellung der Madonna und der Hure.


Je nach Zeitalter galt die Frau entweder als primitives und triebgesteuertes Wesen, das unterdrückt und kontrolliert werden musste, um die kultivierten Männer nicht durch ihre Verführungsversuche in die Verdammnis zu ziehen, oder als unschuldiges und engelhaftes Wesen, das gar keine sexuelle Lust, sondern nur selbstaufopfernde Liebe für Kinder und Mann empfand und beschützt werden musste.

Wissenschaftler, Staatsoberhäupter und die Kirche verbreiteten die verrücktesten Theorien, die beweisen sollten, dass Frauen keine ganzen Menschen mit „normalen“ sexuellen Bedürfnissen waren.


Frauen, die ihnen widersprachen oder ihre Sexualität auf ihre Art auslebten, wurden als verrückt oder gefährlich abgestempelt und je nach Zeitalter gebührend bestraft, zum Beispiel im Mittelalter auf dem Scheiterhaufen als Hexe und „Teufelsbraut“ verbrannt, oder im 19. Jahrhundert in eine brutale psychiatrische Anstalt gesperrt.

 

Auch heute verbreiten viele noch frauenfeindliche Mythen über die Sexualität.

Der Orgasmus

Nur  ca. 5% aller Frauen können allein durch Penetration einen Orgasmus bekommen.


Manche Studien sprechen von bis zu 30% aller Frauen, die durch Penetration einen Orgasmus bekommen können. Diese Zahlen sind aber verfälscht, weil diese Frauen oft gleichzeitig ihre Klitoris von außen stimulieren (lassen).

 

Die Sexualwissenschaftlerin Dr. Mintz hat diesen Fehler in ihrer Studie, aus der die genannten Zahlen stammen, korrigiert. Die Studie betrifft nur Frauen in heterosexuellen Beziehungen und zeigt, dass klitorale Stimulation für die meisten ein Muss ist.


Willst du schon jetzt wissen, wie das eigentlich alles geht? Hier gibt es mehr:

  • Mintz, Laurie: Richtig kommen: Aufregende Wege zum klitoralen Orgasmus (Goldmann 2018)
  • Barbach, Lonnie: For Yourself: Die Erfüllung weiblicher Sexualität (Ullstein 2012)
  • omgyes